Was wir uns von der Wahl versprechen können VI

Bundestagswahl 2013-motherbook

In dieser Woche stellt Motherbook täglich vor, wie sich die einzelnen Parteien in der nächsten Legislaturperiode für uns Frauen, Eltern, Familien für einsetzen wollen. Heute: Die AfD, die Alternative für Deutschland

Naturgemäß wird es bei einer Partei, die angetreten ist, um Deutschland vor den Gefahren des Euro zu retten, die also monothematisch aufgestellt ist und sich überhaupt erst April gegründet hat, eher dünne, wenn es um Familienpolitik geht: Deren oberste Priorität sind eben Währungsfragen. Leider ist deren gesamtes Wahlprogramm eher thesenhaft kurz. Da steht was die Leute um den Hamburger Professor für Makroökonomie Bernd Lucke fordern, wie das bewerkstelligt werden soll, steht da leider gar nicht. Das Ganze liest sich also noch holzschnittartiger als bei den anderen Parteien sowieso schon:
Zur Familienpolitik heißt es da: „Die Eurokrise gefährdet alle Formen der Altersvorsorge durch Überschuldung und minimale Zinsen. Wir fordern, dass die Höhe der Renten langfristig garantiert wird. Die Schulden der Eurokrise dürfen nicht zu einer Rente nach Kassenlage führen.
Wir fordern, Kinder stärker bei der Rentenberechnung zu berücksichtigen.
Deutschland hat zu wenig Kinder. Renten- und Krankenversicherung stehen deshalb auf tönernen Füßen. Deutschland muss kinder- und familienfreundlicher werden.
Wir stehen für den Schutz der Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Eine solidarische Förderung der Familien ist eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft und wesentlicher Teil des Generationenvertrages.“
Und zur Bildungspolitik u.a.:
„Wir fordern bundesweit einheitliche Bildungsstandards orientiert an den besten Schulsystemen Deutschlands.
Wir fordern, Bildung als Kernaufgabe der Familie zu fördern. Kitas und Schulen müssen dies sinnvoll ergänzen. Nichts ist für unsere Zukunft wichtiger als die Bildung unserer Kinder.
In erster Linie sind die Eltern für die Bildung und Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Der Staat muss ihnen dabei helfen, diese Aufgabe zu erfüllen. Frühkindliche Bildungsangebote sollen unabhängig vom Familienhintergrund verfügbar sein.“
Man hätte ja zu gerne gewusst, in welche poitischen Forderungen das münden könnte. Mich stört, dass die Perspektive des Programms sich auf Finanzierung und Finanzierbarkeit beschränkt. Eventuell ist die Partei einfach spät dran und erweitert das Programm noch….

Artikel von

2 Töchter, 1 Sohn, verheiratet, Online-Redakteurin, Coach

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