Was wir uns von der Wahl versprechen können V

Sonntagsfrage

In dieser Woche stellt Motherbook täglich vor, wie sich die einzelnen Parteien in der nächsten Legislaturperiode für uns Frauen, Eltern, Familien für einsetzen wollen. Heute: Die Linke

Die Linke nimmt sich erwartungsgemäß der Armen, der Alten und der Behinderten an; sie sagen was zu Bildung in Kindergärten und Schulen, zu Geschlechtergerechtigkeit und Emanzipation, aber zu Familienpolitik, da wird’s Dünne: „Wir wollen nicht, dass überkommene und real diskriminierende Privilegien der Ehe beibehalten oder ausgeweitet werden. Auch Schwule und Lesben sollen heiraten können. Doch der besondere Schutz und die Förderung durch Staat und Gesellschaft sollen in Zukunft nicht Ehepaaren sondern denjenigen zu Gute kommen, die mit Kindern oder Pflegebedürftigen leben und deshalb eine Kompensation daraus erwachsender Nachteile benötigen.
Unsere Politikangebote richten sich nicht nur an diejenigen, die heute diskriminiert sind, sondern auch an die Nutznießer der noch immer geltenden, tradierten Rollenzuweisungen, an die Mehrheit der Männer. Auch sie haben ein Recht auf Wahlfreiheit der Lebensentwürfe, auf Familienarbeit und Ehrenamt. Alle sind aufgefordert, an der Überwindung überholter Rollenbilder mitzuwirken.
Die staatliche Subventionierung eines überholten Alleinernäherer- oder Zuverdienerinnenmodells muss innerhalb des Steuer-, Sozial-, Renten- und Familienrechts beendet werden.
Die tatsächlichen Betreuungs- und Pflegeleistungen, das Zusammenleben mit Kindern sollen steuerlich gefördert und im Rentenrecht ausgeglichen werden. Das Ehegattensplitting wird abgeschafft. Damit wird auch die steuerliche Benachteiligung von Lesben und Schwulen beendet.“
Also ich lese da neben dem, was in anderen Programmen auch steht: Die anderen sollen mal machen – zum Beispiel sollen die Männer an ihrem herkömmlichen Rollenverständnis arbeiten – wir sind o.k. wie wir sind, weil wir ja anders sind. Na, Danke!

Artikel von

2 Töchter, 1 Sohn, verheiratet, Online-Redakteurin, Coach

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