Was wir uns von der Wahl versprechen können IX

 

Bundestagswahl 2013: Nichtwähler? - motherbook
Bundestagswahl 2013: Nichtwähler? – motherbook

Tja, nun habe ich also anderthalb Wochen lang täglich ein Wahlprogramm betrachtet und finde die Unterschiede in puncto Familienpolitik nicht eben prägnant. Alle betonen das, was ich schon vorher gewusst habe, dass nämlich die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienarbeit verbessert werden müsse und dass dafür das Betreuungsangebot verbessert werden solle. Fast hat es den Anschein, dass ich meine Wahlentscheidung gar nicht von den familienpolitischen Wahlversprechen abhängig machen kann. Ich müsste also meinen Fokus erweitern:

Auf eine Zusammenfassung der Wahlprogramme machte mich neulich ein Bekannter aufmerksam: Sie haben die Wahl! Wahlprüfsteine

Wenn ich mich nicht entscheiden kann, soll ich dann überhaupt da hingehen? Das Ende des kleineren Übels Warum ich nicht mehr wähle SPIEGEL

Nicht wählen geht gar nicht! Zuletzt haben einige Intellektuelle zum Wahlboykott aufgerufen. Das kann nicht die Lösung sein, sagen drei Chefs der deutschen Jugendorganisationen. Und appellieren in einem gemeinsamen Aufruf an das Engagement jedes Einzelnen in einer Demokratie. Tagesspiegel

Mut zum Nichts Man muss sich das mal durch den Kopf gehen lassen: Vorausgesetzt, es bleibt bei dem befürchteten einen Drittel Nichtwähler am 22. September, dann würde die Partei der Nichtwähler zweitstärkste Kraft. FAZ

Wahlboykott ist Ignoranz In Deutschland macht sich Wahlfrust breit. Dabei ist die Entscheidung für eine Partei dieses Mal so einfach wie selten. ZEIT

Liken, posten und wählen Ginge es nach Facebook-Usern, könnten Hunde und Katzen die Wahl entscheiden ZEIT

Stimme verschenken? Das sollte bestraft werden: Wer nicht wählen will, soll zahlen Der Trend zur politischen Verweigerung gefährdet die Demokratie. Ein Plädoyer für die Wahlpflicht ZEIT

Zudem gibt es auch in diesem Lande Leute, die gern wählen würden: Ihre Stimme zählt nicht Sie leben in Deutschland, dürfen aber nicht wählen. Sie sind zu jung oder laut Pass Ausländer. Vier Porträts. ZEIT

Wer mal ausprobieren will, wo bei sehr eng umrissenen Kernthemen seine größte Übereinstimmung mit einer der Parteien liegt, der sollte den Wahl-O-Mat ausprobieren. Im Zweifelsfall ist es aber nicht mehr als ein verblüffender Partygag.

Artikel von

2 Töchter, 1 Sohn, verheiratet, Online-Redakteurin, Coach

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