Was die „neuen Väter“ brauchen

Wir waren diese Woche auf der Multiplikatoren-Veranstaltung “Die neuen Väter und ihre Unternehmen”, in der es darum ging, wie die Rolle der Väter in Unternehmen der Zukunft aussehen wird bzw kann, damit auch sie sich mehr Zeit für ihre Familie nehmen können. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend spricht ja seit einer Weile schon von partnerschaftlichem Miteinander, Lebensphasen-Modellen und neuen Familienrollen und –modellen. Das ist mir immer alles etwas zu schwammig.

 

Deswegen fand ich die veranstaltete Podiumsdiskussion mit echten Vätern, mit echten Geschichten und ganz konkreten Vorstellungen zu einem väterfreundlicheren Umfeld in Unternehmen sehr erfrischend und aufschlussreich. Denn sie, auch wenn sie das selbe Ziel, wie die Mütter haben  – mehr Zeit für die Familie – wünschen sie sich doch spezifische, andere Maßnahmen, um dies erlange zu können. Zehn von diesen Erwartungen und Wünschen haben wir zusammengefasst, da wir sie für wirklich schlau und wichtig und zukunftsweisend halten.

 

  1. Ein klares Erwartungsmanagement – was will der Chef von mir, was braucht er von mir und was kann er mir bieten? – eine transparente Kommunikation der Erwartungen an den Mitarbeiter
  2. Mehr Beteiligung an der Betreuungsproblematik – Hilfe bei der Kita-Suche und Flexibilität bei einer durch komplizierte Betreuungssituationen erschwerte Rückkehr
  3. Zugang zu und Sichtbarkeit der Vorbilder, die den Spagat erfolgreich umsetzten und Vereinbarkeit im Unternehmen durchsetzten
  4. Arbeitsortsnahe Kinderbetreuung und neue Betreuungsmodelle
  5. Konkrete Veranstaltungen, Stammtische, Projekte die speziell für Väter (und ihre Kinder) ausgelegt sind
  6. Flexible Arbeitsmodelle
  7. Vorgelebte Familienfreundlichkeit durch Führungskräfte
  8. Projekte, die in Teilzeit realisierbar sind
  9. Ein höheres finanzielles und langfristiges Engagement der Firmen
  10. Eine höhere Wertschätzung der vielen neuen Fähigkeiten, wie Organisationsentwicklung, die man durch die Familie entwickelt und erlernt.

 

Danke, liebe Väter der Podiumsdiskussion für diese tollen Anreize. Wenn ihr noch mehr Impulse zu diesen Thema habt, schreibt uns oder kommentiert diesen Beitrag gerne, denn da ist noch viel Luft nach oben.

Artikel von

Jungmutter einer kleinen Tochter, Mompreneuer, Master in interkultureller Kommunikation, ausgebildete Mediatorin

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