Rush-Hour des Lebens- niedrigste Geburtenrate bei höchstem Bildungsniveau

Rushhour des Lebens

 Die Geburtenrate verharrt in Deutschland weiter auf einem Rekordtief und zusätzlich sinkt sie proportional zum steigenden Bildungsniveau weiter ab. In der Politik hat sich eine seltener Konsens aller Parteien gefunden: das soll geändert werden! Hier ziehen merkwürdigerweise parteiübergreifend alle Politiker an einem Strang und wetteifern mit untauglichen Mitteln, indem sie durch Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten meinen das Problem in den Griff zu bekommen. Es gibt nur graduelle Unterschiede bei den Vorschlägen, wie dies umzusetzen sei. Auch finanzielle Anreize und Erleichterungen lassen die Geburtenrate keineswegs ansteigen.

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass Akademikerinnen der Jahrgänge 1955-65, die nun bei ihrer endgültigen Kinderzahl angekommen sind, mit vier und mehr Kindern in Deutschland zu einer statistisch irrelevanten Minderheit gehören. Diese Minderheit ist so klein, dass das statistische Bundesamt dafür keinen Wert hat… dagegen ist mehr als jede vierte Akademikerin dieses Alters kinderlos.

Schade eigentlich und es liegt nicht an der Attraktivität akademischer Berufe, denn diese überstrahlt bei weitem nicht einen potenziellen Kinderwunsch. Selbst bei Migranten aus Ländern mit höherer Geburtenrate sinkt bei der zweiten Generation die Anzahl der Kinder auf unser niedriges Niveau.

Wir haben uns die Bedingungen selbst geschaffen, die zu diesen Fakten geführt haben. Die Rechtslage für Mütter hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert, sondern eher verschlechtert. Erstaunlicherweise sind die dafür verantwortlichen Gesetzesänderungen von Ministerien ausgegangen, denen Frauen vorgestanden haben, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit: Justiz-, Familien- und Arbeitsministerinnen. Da wurden viele Themen nicht immer zum Nutzen der Mütter verändert- da drängt sich die Hypothese auf, männliche Minister hätten es in ihrer Amtszeit nicht gewagt so drastische Einschnitte zu Lasten der Mütter zu forcieren.

Änderungsvorschläge, die das Problem konstruktiv angehen, müssen noch entwickelt werden. Hier muss ein Umdenken mit frischen Impulsen und Modellen beginnen. Hier wäre die folgende Sichtweise nützlich: „Probleme kann man niemals auf derselben Ebene lösen, auf der Sie entstanden sind“ (Albert Einstein). Hier werden neue Lebensphasenmodelle benötigt, die auch unsere stark angestiegene Lebenserwartung berücksichtigen, die Leistung von Müttern anders einordnen und unterstützten. Kinder zu haben gehört für viele Frauen zu den Armutsrisiken in Deutschland. Dabei sind Kinder der größte Reichtum, den ein Land wie unseres haben kann. 

Ein gute Analyse der Situation mit einigen lösungsorientierten Denkansätzen bietet folgender Text: 

Rush-Hour der Lebens

Eines ist jedenfalls sicher: soll sich hier etwas nachhaltig mit Perspektive in die Zukunft verbessern, sind viele kreative Ideen gefragt.

Die Ziele sind

  •  eine echte Wahlfreiheit für Frauen zu schaffen sich für oder gegen Kinder zu entscheiden
  • die Anzahl der Kinder selbst zu bestimmen
  • für Mütter wirklich attraktive berufliche Perspektiven zu schaffen
  • finanzielle Hindernisse für Mütter aus dem Weg zu räumen

Artikel von

4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

Hallo,
Bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar.

Die Motherbook-Autoren versuchen, alle unerwünschten Beiträge fernzuhalten. Trotzdem ist es uns nicht möglich, alle Beiträge zu überprüfen. Motherbook kann deshalb nicht für den Inhalt der Beiträge verantwortlich gemacht werden. Jeder Nutzer trägt für seine Beiträge die Verantwortung. Wir weisen darauf hin, dass Beiträge, die gegen geltendes Recht verstoßen, auch im Internet der Strafverfolgung unterliegen und zur Anzeige gebracht werden können.

Kommentar hinterlassen