Rente mit 63, 67, Flexirente, Sockelrente Mütterrente – und die Debatte um die Generationengerechtigkeit

 

Wer soll denn da noch den Durchblick behalten? Bei all den Debatten um Rentenreformen, –paketen und –modellen haben viele schon auf Durchzug geschalten, wenn sie das Wort  Renten… nur hören – vor allem weil sich die Diskussionen im Kreise zu drehen scheinen und es trotz ständiger Debatte auf lange Sicht einfach nicht besser wird. Deswegen hier ein aar Eckenpunkten zur aktuellen Rentensituation und zum diese Woche verabschiedeten Rentenpakt (aus dem iDAF-Newsletter):

  • Im europäischen Vergleich steht Deutschland in Sachen Rentenreform nicht nur relativ gut, sondern am besten da. Deutschland das einzige Land, in dem sich die Ausgaben für die Renten gemessen am Bruttoinlandsprodukt seit dem Jahr 2000 verringert haben.
  • Das neue Rentenpaket, das diese Woche verabschiedet wird, kostet zehn Milliarden pro Jahr, damit steigen die Rentenleistungen insgesamt auf 265 Milliarden jährlich.
  • Baby-Boomer der 1950er und 1960er Jahre (mithin etliche der derzeit aktiven Politiker) dürfen mit 63 in Rente gehen. Aufkommen dafür dürfen die Jüngeren, die selber erst mit 67 in Rente gehen können – ein Schlag ins Gesicht der Generationengerechtigkeit.
  • Die Rentenleistungen werden steigen und die verbliebenen Rücklagen auch bei anhaltend guter Konjunktur verschlingen. Über kurz oder lang wird auch der Anteil der Steuerfinanzierung steigen müssen.

Ist das der Weg in die Grundsicherung oder in die Sockelrente?

Und dann soll da ja auch noch die Flexirente kommen und über die Mütterrente wird auch munter diskutiert. Bis ich in Rente gehe (falls es diese dann überhaupt noch gibt) werden es sicherlich noch 100 weitere verschiedene Modelle ausgegraben, kaputt debattiert, vielleicht auch mal ausprobiert und wieder eingegraben werden. Deswegen ist es wohl das Beste sich zurückzulehnen und zu warten was der Morgen für eine neue Diskussion um die Rente bringen mag. Ganz nach dem Motto „Keep calm and carry on“. Oder was denkt ihr?

 

 

Quelle:

iDAF-Newsletter

 

Weiterführende Links

Interview mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im Deutschlandfunk:

http://www.deutschlandfunk.de/rentenpaket-dass-das-was-kostet-ist-klar.694.de.html?dram:article_id=285852

Interview mit dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung Carsten Linnemann,

http://www.deutschlandfunk.de/rentendebatte-fuer-die-sozialsysteme-nicht-gut.694.de.html?dram:article_id=285639

 

Zur Diskussion um die Sozialsysteme veranstaltet das Idaf zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung am 24. Juni um 18.30 im Ketteler-Saal des Erbacher Hofs  in Mainz einen Vortrags-udn Diskussionsabend unter dem Thema:

Sozialsysteme vor dem Zusammenbruch – Wie der Generationenvertrag wiederbelebt werden kann. Vorträge von Prof. Anne Lenze und Dr. Jürgen Borchert.

 

Artikel von

Jungmutter einer kleinen Tochter, Mompreneuer, Master in interkultureller Kommunikation, ausgebildete Mediatorin

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