Mütter – oder das Geheimnis der Mutterliebe als “Wissensobjekte”

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Die Ausgabe Mütter aus der Reihe “Geo Wissen” hat sich intensiv mit der Person befasst, die eine Schlüsselrolle im Leben eines jeden Menschen spielt. 

Schon die Leseproben über verschiedene Phänomene aus unterschiedlichsten Perspektiven führen in das umfangreiche Thema hinein: so z.B. “Die Perfektionismus-Falle” oder Ich wollte nie so sein wie du” oder “Wann ist es Zeit für die Kita?“. Das Ringen um ein neues Mutterbild – “Gesucht: Die neuen Mütter” – spiegelt die Herausforderung an unsere Gesellschaft zwischen der demographischen Entwicklung einerseits und der zögerlichen Bereitschaft der Frauen zu diesem Abenteuer andererseits.

Ein Abenteuer mit den dazu gehörigen Risiken ist es allemal, wenn man sich heute entschließt Kinder in die Welt zu setzen. Zu einer Zeit, die es Frauen in der Menschheitsgeschichte erstmals möglich macht relativ frei über ihre Reproduktion zu entscheiden, sinkt die Geburtenrate in den Industrienationen auf einen rekordverdächtigen Tiefststand.

Liest man dann den Beitrag über “Das Geheimnis der Mutterliebe” in obigem Wissensband – geschrieben von einem 30-jährigen talentierten männlichen Autor, der zwar eine Mutter, vermutlich aber noch keine Kinder hat – begegnet man den Abgründen weiblicher Existenz, schade!! Menschliche Irrwege, verzweifelte Taten und journalistisch aufgearbeitete Gruselgeschichten gibt es in allen Bereichen menschlicher Gesellschaften.

Der Versuch die Mutterliebe wissenschaftlich zu erforschen ist noch erstaunlich wenig weit gelungen. Zunächst erscheint Mutterliebe als eine sehr selbstverständliche und immer angeborene Fähigkeit, quasi als “Ressource”. Die Störanfälligkeit dieser Annahme irritiert jeden Menschen von Grund auf. So ist letztlich immer auch die Gesamtsituation von einzelnen Personen mit einzubeziehen, entgleist ein Lebensweg. Das macht auch die Erforschung emotionaler Strukturen so komplex.

Sicher ist, dass die meisten Mütter – auch unter den schwierigsten Umständen – Unermessliches leisten und dabei bereit sind bis an ihre absoluten Grenzen zu gehen, das wird als “normal” vorausgesetzt. Jeder spricht darüber, dass wir in einer kinderfeindlichen Gesellschaft leben. Damit macht man sich als kinderfreundliche Person schon fast zum Außenseiter und wer übernimmt diese Rolle  schon gerne…

Kinder werden an den Rand der Gesellschaft “wegorganisiert”, indem wir sie in “Einrichtungen” groß werden lassen, sie als Karrierehindernis einstufen, sie das größte Armutsrisiko in Deutschland sind.

Dabei können wir so viel von Kindern lernen! Sie haben noch viele Anlagen und Fähigkeiten, die uns Erwachsene verloren gegangen sind oder verloren zu gehen drohen – sie sind in jedem Fall eine Bereicherung für unser Leben! Wenn Mutterliebe sich ungehindert entfalten soll, braucht es es nicht nur starke Frauen und Familien, sondern auch ein gesellschaftliches Bewusstsein, das offen gegenüber den Bedürfnissen von Kindern ist und Frauen positiv Raum dafür geben kann sich frei zu entscheiden und zu entwickeln, um sich auf das Abenteuer Kinder zu gebären einlassen zu können.

Für die Wissenschaft wird es eine Herausforderung bleiben Phänomene wie “Mutterliebe” zu erforschen – sie bleibt wahrscheinlich ein Geheimnis…

Frauen brauchen die Möglichkeit ihre eigene “Weisheit” zu entwickeln – Matrisophie.

Artikel von

4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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