Mompreneurs – Muttersein als USP im Gründerdschungel

 

Unter den Gründern gibt es nur wenige Frauen (weniger als 10%), ganz zu schweigen von gründenden Müttern. Allerdings ist es nicht selten, dass gerade die Geburt des Kindes ein Initialschuss für einen neuen Lebensabschnitt ist – beruflich, wie privat:

 

„Bei den 30- bis 49-jährigen Frauen mit unter 15-jährigem Kind im eigenen Haushalt ist der Anteil der Selbständigen mit rund sechs Prozent genauso groß wie bei den gleichaltrigen Frauen ohne Kind. Dagegen gehen Mütter seltener einer abhängigen Beschäftigung nach als Frauen ohne Kind. (…) Man hat herausgefunden, dass Familienverantwortung zwar die Erwerbstätigkeit von Frauen beeinträchtigt, allerdings junge Kinder auch ein Anreiz für das Unter- nehmerinnen-Dasein sind. Immerhin: Frauen mit einem Kind unter drei Jahren sind mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit selbständig wie Frauen ohne Kinder. Das heißt: Familiäre Pflichten können Anlass zum Schritt in die Selbständigkeit sein, da man die Arbeit hier oftmals flexibler einteilen kann als bei einer Festanstellung.“ (Quelle: GründerZeiten 03 Existenzgründungen durch Frauen – Aktualisierung 1/2013)

 

Wie einige von Euch vielleicht schon gesehen haben, stellten wir in den vergangenen Monaten Euch immer wieder tolle Mompreneurs vor. Dass diese „Gründergruppe“ eine Identität bekam, verdanken sie der amerikanischen Bewegung, die mit Mompreneurs einen Namen und eine digitale Präsenz erhielt. Mittlerweile gibt es in Kanada ein eigenes Magazin „MOMpreneurs“ und auch international machen die Müttergründerinnen in lokalen Momprenerus-Vereinigungen auf sich aufmerksam. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile regelmäßige Meetups unter dem Dach von Mompreneurs.de.

 

Mutter trifft sich, mal mit und mal ohne den Nachwuchs, teilweise stillend und trotzdem hochkonzentriert und fast immer mit neuen Mitgliedern im Schlepptau. Sie verlassen zumeist mit spannenden Kontakten, neuen Partnern, Ideen und Insights die Veranstaltungen. Anschließend wird der Spielplatz zur neuen Meeting Location und im Kindercafe werden gemeinsame Geschäftspläne geschmiedet. Jeder dieser Mütter weiß, Zeit ist Geld, kranke Kinder haben Priorität und trotzdem ist ihr berufliches Baby weit mehr als eine Beschäftigungstherapie gelangweilter Muttis.

 

Mompreneurs und Elternblogger vernetzen sich
Mompreneurs und Elternblogger vernetzen sich

 

Ich merke immer wieder, wie sich diese viele tolle Frauen mit einer Menge Potential beruflich emanzipieren. Wie sie neugewonnenen Eigenschaften als Mutter, welche vom klassischen Arbeitsmarkt maßlos unterschätzt werden, in ein Wettbewerbsvorteil umwandeln, um ihre Projekte und Ideen voranzubringen ohne, dass dabei die Kinder auf der Strecke bleiben. Ich bin sehr stolz diese Bewegung wachsen zu sehen und Teil von ihr zu sein.

 

Artikel von

Jungmutter einer kleinen Tochter, Mompreneuer, Master in interkultureller Kommunikation, ausgebildete Mediatorin

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