Mompreneurs #5 – Sandra Runge von “Smart Mama”

 

#Mompreneurs – MOTHERBOOK®

Die eigene Firma und eine Familie – eigentlich gründet man so gleich zwei Unternehmungen und das meist parallel. Dies bedeutet häufig doppelte Herausforderung und doppelte Belohnung. Mit diesem Fragebogen möchten wir gerne herausfinden, wie individuell erfolgreich diese Wege verlaufen können, was gestärkt und inspiriert hat und wie es Mütter schaffen beides zu stemmen.

 

Sandra Runge – Gründerin von "Smart Mama" – Motherbook®

 

Sandra Runge, Rechtsanwältin und Gründerin von Smart Mama

 

Logo - Smart Mama

 

Bevor es losgeht, beschreibe Deine Idee in drei Sätzen:

Vor sieben Jahren habe ich mich als Rechtsanwältin selbständig gemacht und meine eigene, auf Arbeitsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei gegründet. Während meiner 2. Elternzeit habe ich meinen Blog smart-mama gelauncht. Darin schreibe ich über rechtliche Themen, die Mütter betreffen.

 

1. Was hat dich dazu bewegt, zu gründen?

Zu der Gründung meiner eigenen Kanzlei ermunterte mich mein damaliger Chef – ein eher ungewöhnlicher Weg.

Die Idee einen Blog zu schreiben kam mir nach der Geburt meines 2. Sohnes. Es fiel mir selbst als Juristin nicht immer leicht, mich durch den ganzen Gesetzes-, Formular- und Behördendschungel durchzukämpfen, mit dem man plötzlich als Mutter und Mompreneur konfrontiert wird. Dabei habe ich mich gewundert, warum es im Netz keine Plattform gibt, die (werdende) Mamas bei Rechtsfragen unterstützt. Irgendwann begann ich selber Pläne zu schmieden… Beim Lesen eines Mama-Blogs kam mir dann die Idee, das Projekt in Form eines Blogs umzusetzen.

 

2. Warum braucht die Welt Dein Unternehmen bzw Deine Idee?

Anwälte, die auf Arbeitsrecht spezialisiert sind, werden eigentlich immer gebraucht…

Zu meinem Blog: smart-mama bietet allen Mamas eine erste Unterstützung bei rechtlichen Fragestellungen und Gründungsthemen. Dabei geht es aufgrund meiner Spezialisierung auf Arbeitsrecht oft um Working-Moms (Das Kind ist krank, ich kann nicht arbeiten), um Elternzeit und Elterngeld (Das neue ElterngeldPlus), Kita (Au, Backe! der Zahnarzt kommt in die Kita) und selbstverständlich um Mompreneurs (Die Geschäftsidee).

 

3. Welche Personen haben Dich besonders unterstützt?

Mein Mann, der viele tolle Ideen hat und der beste (und strengste;-)) Coach der Welt ist, meine Kinder, die mir immer wieder zeigen, dass sich die Welt nicht nur um den Job dreht, meine Eltern und mein Bruder, die mir sehr viel Kraft geben und meine besten Freunde, auf die ich mich immer verlassen kann.

 

4. Wie hast Du Deine Gründung finanziert

Den Finanzbedarf für meine Kanzlei konnte ich erst dann nicht mehr selbst aufbringen, als ich mich entschied, zu 100% selbständig tätig zu sein. Da ich aus einer Festanstellung kam, konnte ich den Gründungszuschuss beantragen. Dadurch konnte ich die Anlaufphase überbrücken und wichtige Investitionen (Fachliteratur, Fortbildungen, IT…etc.) tätigen.

 

5. Welche Hürden waren die größten, die Du nehmen musstest?

Ich war bisher in der glücklichen Situation, dass mir größere Hürden erspart geblieben sind…

 

6. Was würdest Du im Nachhinein anders machen?

Möglicherweise wäre es besser gewesen, sich mit mehreren Gleichgesinnten zusammen zu schließen und zum Beispiel eine Bürogemeinschaft zu gründen. Ich arbeite zwar gerne im Homeoffice, allerdings hat mir insbesondere in der ersten Zeit die Möglichkeit gefehlt, zwischendurch zu brainstormen, zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

 

7. Was würdest Du jetzt machen, wenn Du nicht gegründet hättest?

Schwierige Frage…ich hätte meine Gründungsenergie bestimmt in ein anderes Projekt gesteckt, vielleicht in eine wohltätige Organisation, einen Verein, eine Elterninitiative oder ganz einfach – in meine Familie!

 

8. Mit welcher GründerIn würdest Du dich gerne mal auf einen Kaffee treffen und warum?

Seit dem Launch meines Blogs habe ich eine Menge toller Leute aus der Gründerszene kennen gelernt und auch schon Kaffee getrunken. Ich lasse mich einfach überraschen, wen ich in nächster Zeit noch treffen werde…

Witzig wäre aber bestimmt einmal mit Richard Branson einen Kaffee zu trinken, Gründer eines Plattenlabels, einer Fluggesellschaft, Ballonfahrer, Eigentümer eines Raumschiffs und zuletzt auch Stewardess.

 

9. Was würdest Du machen, wenn Dir jemand jetzt eine Millionen Euro gibt?

Ich würde niemanden davon etwas erzählen und mir dann meinen Kindheitstraum erfüllen: Ein eigenes Pferd – pechschwarz und schnell wie der Blitz!

 

10. Wie sehen Deine Sonntage aus?

Gearbeitet wird auf keinen Fall! Wir leben ganz gemütlich in den Tag hinein und entscheiden nach Lust, Laune und Wetter was wir zusammen unternehmen. Meistens machen wir Ausflüge in das Berliner Umland, an den Weissensee, in den Tierpark, in die Berliner Museen – oder einfach nur in unseren Garten…

 

Vielen Dank, liebe Sandra!

 

Artikel von

Jungmutter einer kleinen Tochter, Mompreneuer, Master in interkultureller Kommunikation, ausgebildete Mediatorin

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