Mompreneurs #2: Silke von Niesolo

#Mompreneurs

Heute habe ich Silke von Niesolo.de getroffen, die mit Ihren Mitgründerinnen Lina und Sonja das Karrierenetzwerk für selbstständige Mütter aufbaut und damit auch im Businessplanwettbeewerb ganz weit vorne liegt.

 

Bevor es losgeht, beschreibe Deine Idee in drei Sätzen:

 

NIESOLO ist ein onlinebasiertes Karriere-Netzwerk für freiberuflich und selbstständig arbeitende Mütter und die, die es werden wollen. Auf NIESOLO.de gehen Mütter Partnerschaften mit anderen Müttern ein, um sich freiberuflich zu ergänzen oder eine Geschäftsidee zu entwickeln bzw. sie umzusetzen. Das bietet ihnen die Möglichkeit, in der Zeit, in der sie durch die Familie nur eingeschränkt arbeitsfähig sind, weiterhin gut handlungs- und konkurrenzfähig bleiben.

silke

1.Was hat dich dazu bewegt, zu gründen?

 

Ich nahm 2013 an einer Veranstaltung der NRW Landesvertretung zum Thema „ Frauen in der Medienbranche“ im Rahmen der Berlinale teil und war beeindruckt von so viel internationaler Frauenpower. Und während auf dem Podium ganz unmissverständlich die Unterbesetzung der Frauen in der Filmbranche sowohl als Macherinnen, als auch als Zielgruppe für Geschichten beschrieben wurde, fragte ich mich, was da eigentlich so schief läuft und ob es vielleicht damit zu tun haben könnte, dass Frauen irgendwann Mütter werden. Ich erinnerte mich dann an ein Netzwerktreffen von den „Filmmamas“. Die meisten Frauen studierten an der HFF Potsdam Kamera, Regie, Produktion. Die Väter der Kinder waren in der Regel aus der gleichen Branche und oft sogar Kollegen. Sobald das erste Kind da war, machte der Papa weiter Karriere und die Mama blieb beim Kind.  ´Erst mal!´, dachten sie und dann…waren sie plötzlich raus aus ihrem Jobnetzwerk.  Und es gab für sie keine hilfreiche Idee und keine Lobby. Bei mir war es etwas anders, aber irgendwie auch ähnlich.

 

2. Warum braucht die Welt Dein Unternehmen bzw. Deine Idee?

 

Die Welt braucht NIESOLO, weil das professionelle Potential von Müttern, die was können und nicht ins System zurückfinden die gesamte Gesellschaft etwas angeht.

Und wir bieten unserer Zielgruppe die Möglichkeit vom Esstisch oder meinetwegen auch dem Stillsessel aus in die Arbeitswelt neu einzusteigen.

 

3. Welche Personen haben Dich besonders unterstützt?

 

Meine beiden Partnerinnen natürlich. Das eine ist, eine Idee im Kopf zu haben, und Ideen haben viele Menschen, aber das andere ist, sie als gute Idee zu erkennen und Zeit darin zu investieren. Lina und Sonja hatten das richtige Gespür und waren zur rechten Zeit am rechten Ort. Das war ein großes Glück.

 

4. Wie hast Du Deine Gründung finanziert?

 

Wir haben mit ganz wenig angefangen. Haben alles ganz klein und günstig gehalten. Zum Glück haben wir so viele ergänzende Kenntnisse und Freunde, dass wir uns viele Ausgaben sparen konnten.

 

5. Welche Hürden waren die größten, die Du nehmen musstest?

 

Ich kann mich ganz ehrlich an keine nennenswerte Hürde erinnern. Manchmal gibt es Kommunikationshürden, aber das finde ich normal.

 

6. Was würdest Du im Nachhinein anders machen?

 

Ich würde im Nachhinein nichts anders machen, weil wir es genauso machen, wie es für uns gut ist. Jede Hürde war ein Lernprozess und diesen Prozess möchte ich nicht missen.

 

7. Was würdest Du jetzt machen, wenn Du nicht gegründet hättest?

 

Ich würde einfach weiter schreiben und vielleicht eine andere Idee verfolgen.

 

8. Mit welcher GründerIn würdest Du dich gerne mal auf einen Kaffee treffen und warum?

 

Ich hab das Glück, dass ich durch die Interviews, die ich für unsere Profile und Blogs führe, auf ganz tolle Persönlichkeiten treffe. Außerdem trinke ich öfter mit Lina und Sonja Kaffee. Darum bin ich momentan wunschlos glücklich in dieser Hinsicht.

 

9. Was würdest Du machen, wenn Dir jemand jetzt eine Millionen Euro gibt?

 

Ich würde gern ein Business-Angel werden und in soziale und innovative Ideen investieren. Gern von Frauen. Es herrscht eine wahre Umbruchstimmung in der Wirtschaft durch die Möglichkeiten des Internets, was wiederum enorme Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat. Niemand kann heute genau sagen, wie wir alle in ein paar Jahren arbeiten werden. Das finde ich sehr interessant.

 

10. Wie sehen Deine Sonntage aus?

 

Die Sonntage gehören meinen Kindern und mir. Wir frühstücken spät, besprechen dabei worauf wir eventuell Lust haben und machen es dann vielleicht.

 

 

Vielen Dank für das schöne Interview!

 

Wenn ihr bei Niesolo mitmachen wollte, meldet Euch einfach unter http://www.niesolo.de/mitmachen/

Artikel von

Jungmutter einer kleinen Tochter, Mompreneuer, Master in interkultureller Kommunikation, ausgebildete Mediatorin

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