Mompreneurs #1: Inga von maternita

#Mompreneurs – MOTHERBOOK®

Unsere Serie “Mompreneurs” stellt GründerInnen und Mütter von heute mit ihren interessanten, inspirierenden und kreativen Geschäftideen vor. Den Anfang macht Inga. Sie ist nicht nur Kollegin von unserer Bloggerin Ulrike, sondern auch gemeinsam mit ihr Gründerin und Inhaberin von maternita.

 

Bevor es losgeht, beschreibe Deine Idee in drei Sätzen:

 

Ich biete zusammen mit meiner Kollegin Ulrike den ersten Berliner Schwangerschafts – Concierge und Baby Planner Service “maternita” an. Dieser begleitet, berät und unterstützt vorrangig schwangere Frauen (aber auch die Väter) ab Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Lebensjahren des Kindes in allen individuellen und organisatorischen Fragestellungen. Dabei sind wir sowohl neutrale Berater, als auch Durchführende, Vermittler und ein beständiger Begleiter durch diese aufregende Zeit.

 

1. Was hat dich dazu bewegt, zu gründen?

 

Meine Erfahrungen innerhalb meiner Schwangerschaft und mit meinen Frühchen-Zwillingen haben mich dazu bewegt mich beruflich umzuorientieren. Seit der Geburt meiner Kinder wurde ich mir bewusst, dass mein alter Job in der Art nicht mehr in unser Leben mit Kindern passt. Vor meiner Schwangerschaft war ich oft unterwegs, musste flexibel sein, habe Kundenschulungen durchgeführt und viel Energie in die Arbeit gesteckt – sprich mein Fokus lag sehr auf den Beruf. Meine Kinder haben mir gezeigt, dass sie ihre Mutter brauchen und ich und mein Mann wollten und wollen möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen. Dabei weiterhin beruflich aktiv, aber mit aller Flexibilität die Kinder so mit sich bringen.

In dieser Zeit bin ich auf das Konzept des Schwangerschafts-Concierges und Baby Planners gestoßen, welches meine Kollegin Ulrike Loth aus den USA auf Deutschland adaptieren wollte.  Nach einer Kontaktaufnahme stellten wir fest, dass wir uns sehr gut ergänzen können und haben nach einjähriger Vorgründungsphase “maternita” den Berliner Schwangerschafts-Concierge und Baby Planner Service ins Leben gerufen.

 

2. Warum braucht die Welt Dein Unternehmen bzw Deine Idee?

 

Die Grundidee des Services ist z.B. in Amerika oder Frankreich schon vertreten und ein anerkannter Berufszweig. Deutschland als Land mit sinkenden Geburtszahlen, benötigt dringend mehr familienfreundliche Angebote, die neben finanzieller Unterstützung Paaren den Anreiz geben Familien zu gründen. Deutschland ist in einigen Aspekten schon weit vorangeschritten (siehe z.B. Elterngeld), hat aber  einige Defizite was die Unterstützung von werdenden und wachsenden Familien betrifft. Die Begleitung  von schwangeren Frauen und deren Partner ist in medizinsicher Sicht, also in Bezug auf Gynäkologen, Hebammen (wenn dies so bleibt!), Krankenhäuser etc. gut aufgestellt. Leider fehlt es bei dem Überangebot an Informationen, Medien und Meinungen aber an Unterstützung in vielen organisatorischen und individuell Fragestellungen. Jede werdende Familie hat andere Wünsche, finanzielle Möglichkeiten, mehr oder weniger Zeit. Auf diese unterschiedlichen Situationen gehen wir mit unserem Service ein um die Paare, insbesondere die Frauen, zu entlasten und ihnen mit einer auf ihre Situation zugeschnitten Beratung inklusiver praktischer Umsetzung zur Seite zu stehen. Sei es die Frage: Welcher Kinderwagen passt zu uns? Welche Rechte habe ich auf finanzielle Unterstützung? Wo kann ich was, wann beantragen? Welche Möglichkeiten der Entbindung habe ich? Wie mache ich meine Wohnung kindersicher? usw.

Unser Service bietet also den Familien die Gelegenheit auf Grundlage von ausführlicher und neutraler Beratung selbstbewusst Entscheidungen zu treffen und mit einem guten Gefühl das Projekt Familiengründung anzugehen. Ich denke dies ist ein erster und guter Ansatz um den zukünftigen Müttern und Vätern einen Anreiz zu geben Kinder zu bekommen.

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3. Welche Personen haben Dich besonders unterstützt?

 

Neben meiner hervorragenden Kollegin Ulrike Loth hauptsächlich mein Mann. Er hat mir in jeder Situation mit Zuspruch zur Seite gestanden, in vielen Situationen die Kinder abgenommen, damit ich mich voll auf die Arbeit konzentrieren kann und mir auch in Zeiten der Unsicherheit immer den Rücken gestärkt. Aber vor allem hat er mich immer bestärkt diesen Weg zu gehen, auch weil er gesehen hat welche persönlichen Entwicklungen dies bei mir auslöste, welche neuen Aspekte sich erschlossen und immer noch erschließen und wie zufrieden ich mit dieser Art der Selbstständigkeit bin.

 

4. Wie hast Du Deine Gründung finanziert?

 

Meine Kollegin und ich haben uns ganz bewusst dafür entschieden maternita mit Eigenkapital zu finanzieren und nicht die Last eines Kredites auf uns zu nehmen oder Förderern oder Teilhabern Rechenschaft ablegen zu müssen. So liegen alle Entscheidungen in unserer Hand und wir haben die Möglichkeit unseren Service so zu gestalten wie wir es uns vorstellen. Sicherlich kann man dadurch einige Dinge langsamer als gewünscht voran bringen, aber die Möglichkeit unabhängig entscheiden zu können wiegt dies eindeutig auf.

 

5. Welche Hürden waren die größten, die Du nehmen musstest?

 

Die erste Hürde war wie bei wahrscheinlich vielen GründerInnen den Mut aufzubringen sich Selbstständig zu machen und die “sichere” Variante der Arbeitnehmerin teilweise aufzugeben. Das Zweite war, dass ich mich, mit meiner Familie als Hintergrund, abgesichert wissen wollte und mich daher entschieden habe, vorerst den Weg einer Kombination aus Selbstständigkeit und Arbeitnehmerin zu gehen. Dies ist sicherlich der sichere Weg, aber auch eine doppelte aufgrund der Kinder dreifache Herausforderung.

 

6. Was würdest Du im Nachhinein anders machen?

 

Da fällt mir tatsächlich gerade nichts ein.

 

7. Was würdest Du jetzt machen, wenn Du nicht gegründet hättest?

 

Fremdbestimmt als Arbeitnehmerin zu wenig auf mich und die Bedürfnisse meiner Familie achten.

 

8. Mit welcher GründerIn würdest Du dich gerne mal auf einen Kaffee treffen und warum?

 

Ich habe in den letzten anderthalb Jahren sehr viele tolle Gründer und Gründerinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen getroffen. Jeder Austausch brachte viele Anregungen, und neue Ideen mit sich und bisher haben wir immer gegenseitig davon profitiert. Daher freue ich mich auf viele Kaffees mit verschiedensten GründerInnen. Also gerne immer bei uns melden!

 

9. Was würdest Du machen, wenn Dir jemand jetzt eine Millionen Euro gibt?

 

Privat eine halbjährige Australienreise mit der Familie im Wohnwagen auf der Pirsch nach Känguruhs und Koalas. Ein schönes, kleines Schwedenhaus in Berlin von meinem Mann bauen lassen und den Rest des Geldes um die Idee von maternita weiter voran zu treiben.

 

10. Wie sehen Deine Sonntage aus?

 

Sonntage sind Familientage. An Ausschlafen ist aufgrund meiner Zwillinge nicht zu denken, aber der Sonntag ist der Tag ohne Termine, Erledigungen usw. den wir als Familie gemütlich angehen. Ob Kinderbauernhof oder Spielplatz, im Sand matschen oder Ball spielen, wir zelebrieren unsere Familienzeit zu viert.

Ulrike Loth Inga Sarrazin

Inga macht neben maternita auch noch einen Berliner Zwillingstreff, hat die Baby Planner Academy mit ihren Kolleginen Ulrike und Veronique ins Leben gerufen und entwickelt gerade “9Monate&100Tage” eine Online-Todolist für Schwangere.

 

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4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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