Mein Pfingst-Sonntagskind im “Bullerbü” mitten in der Millionenstadt

Pfingstsonntagskind am Pfingstmontag

Mein geliebter Sohn, Krönung unserer 6-köpfigen Familie,

heute sehen wir uns an deinem Geburtstag zwar nicht, aber ich werde den ganzen Tag an dich denken!! Du Sonntagskind – an einem wunderschönen Pfingstsonntag geboren – hast viel Sonnenschein in unser Leben gebracht  – dafür bin ich dir sehr dankbar! In den letzten Jahren haben wir beide manchmal intensiv miteinander gerungen und lernen langsam und stetig, dass wir bei aller Liebe, die uns immer verbinden wird, mit sehr unterschiedlichen Betrachtungsweisen das Leben anpacken.

Wir beide sind starke Kämpfer – wenn wir von einer Sache überzeugt sind, setzen wir uns mit großer Energie dafür ein. Da sind wir uns sehr ähnlich, denn das liegt wohl in unseren gemeinsamen Genen. Das ist abstrakt gesehen eine Stärke, in manchen Entwicklungsphasen – sowohl von dir, als auch von mir – treffen wir mit unseren visionären Plänen aufeinander und lösen beim jeweils anderen heftige Emotionen aus. Andere Personen könnten mit gleichartigen Anliegen nicht viel bei uns auslösen, weil sie uns eben nicht so intensiv berühren. Diese Reaktion ist auch ein Ausdruck der Liebe, die uns verbindet. Du bist jetzt erwachsen und wenn ich dich mit der wachsenden räumlichen Distanz wahrnehme, sehe ich eine Persönlichkeit heranreifen, die mich immer wieder überrascht und zum Staunen bringt.

Die ersten 12 Jahren deines Lebens hast du auf eine faszinierende Art einfach nur goldenes Licht in unsere Familie gebracht – was für ein Segen als viertes Kind!

Durch dich habe ich gelernt bewusst zu reflektieren, dass Abnabelung im Kreissaal erst beginnt! Wir hatten die Möglichkeit nichts zu “überstürzen”, so dass du dich in deiner Kindheit mitten in unserer Großfamilie so entfalten konntest, wie wir beide es als gut empfunden haben. Wir hatten unser “Bullerbü” in der Millionenstadt sehr genossen: du brauchtest keinen Kindergarten, nur auf minimale Weise für wenige Stunden als Angebot an dich, dass du nicht angenommen hast. Du hast kreativ, wach, sehr intensiv und ausdauernd alle Anregungen aufgegriffen, die dir wichtig und interessant waren. Es war eine Freude zu beobachten, wie du – absolut in dir ruhend – ein Thema nach dem anderen “abgearbeitet” hast.

Schule war für dich in erster Linie ein Ort spannender sozialer Interaktion und ansonsten über lange Phasen hinweg ein notwendige Übel. Es gab zwar immer wieder auch inspirierende Projekte, aber der Rhythmus entsprach dir weniger. Oft habe ich gedacht, dass für dich über viele Phasen hinweg Homeschooling die ideale Lösung gewesen wäre, aber die Möglichkeit hatten wir nicht.

In den letzten 10 Jahren hast du dich mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten stark auseinandergesetzt. Das Einleben in eine neue Schulklasse oder ein anderes Schulsystem hast du als spannende Herausforderung gesehen und diese auf deine dir ganz eigene Art angenommen. Konstruktive Angebote greifst du immer gerne auf, wenn dir jedoch etwas nicht einleuchtet, hinterfragst du es so lange, bis du eine Lösung hast. Diese Lösungen sind sehr autark erarbeitet und manchmal überraschend kreativ und neuartig.

Ich bin gespannt auf die Zukunft!

Genieße deinen Geburtstag und fühl’ dich von unserer ganzen Familie umarmt!

Deine Mama

Artikel von

4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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