Lasst uns mal über Geld reden!

many euro banknotes

Die Frage, die sich wahrscheinlich jeder schon mal gestellt hat, vorneweg:

Bin ich reich? Wirtschaftsforscher haben nachgerechnet, wer zu den obersten zehn Prozent der Top-Verdiener im Land gehört. Das Ergebnis überrascht: Selbst viele Menschen, die sich bisher zur Mittelschicht zählten, gelten als wohlhabend. Süddeutsche Zeitung

Wenn nicht ich reich bin, wer dann?

Wo das Geld wohnt Vermögen in Deutschland sind ungleich verteilt, das ist bekannt. Einer Umfrage der Bundesbank zufolge gibt es große regionale Unterschiede. Die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind im Vergleich fünf Mal so reich wie Berliner und Ostdeutsche. Süddeutsche Zeitung

Warum ist das so?

Deutschland und seine Niedriglöhner In der Bundesrepublik beziehen laut der gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung 22,2 Prozent der Arbeitnehmer einen geringeren Stundenlohn als 9,15 Euro. Das sind rund acht Millionen Arbeitnehmer. Bei der Größe des Niedriglohn-Sektors liegt Deutschland damit in der EU im oberen Drittel – auf Platz 7. Vor Deutschland liegen Lettland (27,8 Prozent), Litauen (27,2), Rumänien (25,6), Polen (24,2), Estland (23,8) und Zypern (22,7). Der EU-Schnitt liegt bei 17,0 Prozent. Handelsblatt

Minijobs im Haushalt: Kein Grund zum Feiern Niedlich! Anders kann man es nicht nennen, wenn die Minijobzentrale die 250 000. Minijobberin im Haushalt groß feiert. Als seien 250 000 Beschäftigungsverhältnisse viel. Das Gegenteil ist der Fall. Badische Zeitung

Wir sind jung und brauchen das Geld Es wird so viel vererbt wie noch nie. Doch nur einige wenige aus der angeblichen “Erbengeneration” profitieren. Plädoyer für einen Generationen-Soli. ZEIT

Nun ist ja Wahlkampf und nachdem uns, den geschätzten Wählern, die Bundeskanzlerin vor zwei Wochen schon einige teure Offerten gemacht hatte, zieht die SPD nun nach:

Gebührenfreie Kitas: Nicht nur kostenlos, sondern besser Die Pläne der SPD, die Gebühren für Krippen und Kindergärten abzuschaffen, sind richtig und berechtigt. Leider sind damit die Probleme nicht gelöst. Es muss mehr und vor allem eine bessere Kinderbetreuung garantiert werden. Süddeutsche Zeitung

Die CDU hält das aus naheliegenden Gründen (zu teuer, Idee nicht von uns) für keinen guten Vorschlag:

CDU hält kostenlose Kitas für “unseriös” Kostenlose Kita-Plätze und mehr Kindergeld für Geringverdiener: Diese SPD-Pläne lehnen Familienministerin Schröder und die CDU-Spitze als “unglaubwürdig” ab. Sie würden Wohlhabende unnötig entlasten und seien nur schwer zu finanzieren. Doch die SPD hält ihr Konzept für ausreichend gegenfinanziert. Süddeutsche Zeitung

Hier das Fazit der FAZ-Kommentatorin:

Teurer geht immer Der Wettbewerb um (werdende) Eltern kennt nur eine Richtung: Mehr staatliche Leistungen. Bezahlen werden dies größtenteils die Eltern selbst – über höhere Steuern. FAZ

Artikel von

2 Töchter, 1 Sohn, verheiratet, Online-Redakteurin, Coach

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