Kinder und Kariere – Vereinbarkeit ist eine Lüge

Erst die Kinder-dann der Beruf-Lebensphasenmodell

Zu “Vereinbarkeit ist eine Lüge”; FAZ vom 1.3.2014

“Die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere ist eine Lüge – zumindest, wenn das Wort Kinder dafür steht, dass man sie nicht nur bekommt, sondern sich auch selbst um sie kümmert.” So treffend hat mich schon lange kein Artikel zu diesem Thema angesprochen…

Und genau das, das sich KÜMMERN, mit allem was dazu gehört, wird gerade in der heutigen Zeit nicht erwünscht. Ist nicht mehr gesellschaftsfähig!  Dass die Möglichkeit des “Kinder-Delegierens” gegeben wird, durch Krippenausbau, Ganztagsschulen, etc.  – ist richtig und auch wichtig. ABER es muss auch weiterhin die Möglichkeit bestehen und auch das Verständnis vorhanden sein, dass man sich eben nicht für einen sogenannten Karrierejob für 10 Stunden von seinen Kindern trennen mag und sie fremderziehen,  fremdprägen, fremdtrösten, etc. lassen möchte.

Ich, Fremdsprachenkorrespondentin und Diplom-Kauffrau habe mich vor ca. 20 Jahren, direkt nach dem Examen und nach einem West-Ost-Umzug, bewusst mit meinem Mann für die Zeit mit den Kindern entschieden. Ich war froh, sie nicht 10 Stunden am Tag einer fremden Person anvertrauen zu müssen.

Es gibt viele unterschiedliche Lebensmodelle in Bezug auf die Kinder, aus verschiedenen Motivationen und Gründen! Dabei sollte die Toleranz (und auch staatliche Unterstützung, bzw. Schutz) dafür im Vordergrund stehen und nicht Misstrauen, ob des Gelingens des anderen Modells oder Rechtfertigen des eigenen Modells durch Verbalangriff des anderen Modells.

Jetzt endete meine 20jährige Elternzeit und ich fühle mich weder uralt, noch verblödet oder interesselos und würde mich auch, neben verschieden wichtigen,  die Familie und den Job unterstützenden Modellen, für die Möglichkeit, eines  Nacheinander von “Kind und Karriere/Job”  aussprechen! Jetzt meinen Plan B starten; Traineeprogramm in einer Bank, z.B. und dann in der Personalabteilung arbeiten, auch so etwas sollte möglich sein und eine derartige Bewerbung sollte keine Lachnummer sein! Meine Kinder fanden es übrigens wunderbar, dass ich immer für sie da war und ICH würde es – bei aller Offenheit für andere Modelle – wieder so machen. Wunderbare Jahre, die viel zu schnell verflogen sind…

Auf jeden Fall sollte ein “Nacheinander” von Kind und Karriere auch förderungswürdig sein!

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