Am Aschermittwoch Pläne schmieden für die Fastenzeit

 

Fastenzeit - MotherbookHeute ist Aschermittwoch- das Ende der Karnevalszeit. Für Rheinländer und Katholiken ist es eine alljährlich gewohnte Tradition, dass am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt und bis zum Karfreitag andauert. Ist man weder katholisch, vielleicht noch nicht mal evangelisch, so denkt man über dieses Ritual nicht weiter nach. Interessant ist, dass in allen Religionen Fastenzeiten verankert sind. Man fragt sich nach dem Sinn und nach dem Ursprung dieser Tradition. Es scheint doch in der Erfahrung der Menschen verankert zu sein, dass Zeiten des Verzichts eine wohltuende oder möglicherweise auch gesundende Wirkung auf den Organismus haben können.

Für mich stellt sich im Laufe der Zeit im Alltag oft das Gefühl ein, dass ich in meinem Körper eine Menge Ballast angesammelt. Ich versuche mich immer bewusst und relativ gut zu ernähren, bin aber auch ein Genussmensch und anfällig für besondere Delikatessen und Leckereien. Im stressigen Alltag stelle ich immer wieder fest, wie Essen zur Nebensache wird, auch wenn man versucht regelmäßige Mahlzeiten einzuhalten. Ich neige dazu sehr schnell zu essen, dabei viel zu reden und bei diesem Tempo verpasse ich den Punkt, an dem ich eigentlich satt bin und gut aufhören könnte weiter zu essen.

Nach vier Schwangerschaften, mehr als sechs Jahren Stillzeit und vielen Jahren, in denen ich sehr viel Zeit und Energie in die gesunde und wohlschmeckende Ernährung meiner Familie gesteckt habe, sammelten sich immer wieder einige Kilos an, mehr als vor dem ersten Kind. Diese Kilos fühlen sich ab einer gewissen Grenze an, als wären sie so etwas wie Wohlstands-Überflussdepots, die eigentlich nicht zu mir gehören. Wenn dann noch richtiger Stress hinzukommt, was nicht immer vermeidbar ist, verstärkt sich dieser Mechanismus. Ich habe beobachtet, dass viele Menschen mit Stress dazu neigen zuzunehmen und anfälliger für Heißhungerattacken werden.

Für mich habe ich irgendwann einmal festgestellt, dass gesundes, langsames Abnehmen nicht mein Ding ist – dafür bin ich einfach zu ungeduldig. Dann habe ich das Fasten entdeckt: es bedeutet das Ausbrechen aus ungesunden Gewohnheiten und neben der Tatsache, dass die Kilos schmelzen, fühlt man sich entgiftet, frisch beschwingt, stolz auf sich selbst und – das ist am wichtigsten – absolut frei im Kopf.

Da die Tage des Fastens einige sehr interessante Aspekte  hervorzaubern und diese Erfahrung immer wieder sehr beeindruckend ist, habe ich mich entschlossen wieder eine dreiwöchige Fastenzeit zu beginnen und  darüber hier auf dem Blog täglich kurz zu berichten. Vielleicht schreckt es einige ab, andere mag es auch inspirieren selbst zu fasten.

Auch in den Medien ist Fasten am Aschermittwoch ein Thema: So gibt es interessante Beiträge darüber wie sinnvoll Fasten ist, wissenschaftlich untermauert oder “Was Fasten wirklich bewirken kann”.

Es gibt die verschiedensten Methoden zu fasten: so zum Beispiel Saftfasten, fasten nach Rüdiger Dahlke oder F:X: Mayr Fasten. Ich habe mich für letztere Methode entschieden und möchte am kommenden Wochenende – gemeinsam mit einigen Freunden und begleitet von einer befreundeten Fastenärztin – mit der Fasterei beginnen. Mein ganz normales Arbeitspensum möchte ich in dieser Zeit nicht einschränken. Da die ersten beiden Tage die schwersten sind, beginnen wir am Wochenende. Mein Mann ist auf Geschäftsreisen, eine Freundin zu Besuch und alle Kinder beschäftigt… perfekt für den Start! Nun also noch zwei Tage “Gnadenfrist” zur gedanklichen Einstimmung genießen.

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4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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