Das Problem ist nicht das Geld – Kinder müssen auch gewollt sein

Karriere erst nach den Kindern?

Die neue Regierung hat – endlich – begonnen zu arbeiten. Schon hagelt es familienpolitische Vorschläge: Die Bundeswehr soll familienfreundlicher werden – bei einer Armee, die aus längerdienenden Freiwilligen besteht und womöglich Rekrutierungsprobleme hat, sicher eine sinnvolle Idee. Die neue Familienministerin Manuela Schwesig wirft einen Einfall in die Debatte, der zunächst großartig erscheint: Für Eltern soll eine Vollzeit-Arbeitswoche lediglich 32 Stunden haben! Klingt für viele 30-Stunden-Teilzeit-Arbeiterinnen (und natürlich auch -Arbeiter) traumhaft. Wie gut ist der Einfall wirklich?

Schwesigs Weg aus dem Job-Kinder-Spagat 32 Stunden als neue Eltern-Vollzeit? Der Vorstoß zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnte für viele Eltern attraktiv sein. Was plant Ministerin Manuela Schwesig? ZEIT

Familienzeit, 32-Stunden-Woche, alles nur für Eltern Wäre die von Ministerin Schwesig erdachte Arbeitszeitverkürzung für Eltern sinnvoll? Ja, meint Susanne Baller, lasst es uns probieren. Nein, sagt Annette Berger, das ist teurer Unsinn. stern

Schwesigs Eigentor Mit ihrer Vision von einer 32-Stunden-Vollzeit für junge Eltern hat Manuela Schwesig ein Eigentor geschossen: Die Idee ist nicht neu, nicht schlecht, aber im Moment weder bezahlbar noch mehrheitsfähig. Die neue Familienministerin verwirrt die Eltern und bringt die Wirtschaft ohne Not auf den Baum. WAZ

Kinder müssen auch gewollt sein Die Debatte um eine familiengerechte Arbeitszeit ist richtig. Eine staatlich verordnete Arbeitszeitverkürzung oder die Finanzierung aus der Steuerkasse lassen aber eine fatale Steuerungsmentalität befürchten. Notwendig ist auch eine gesellschaftliche Stimmung, in der die individuelle Selbstverwirklichung nicht als zentraler Wert gilt. Tagesspiegel

Das Problem ist nicht das Geld Nur noch 32 Stunden arbeiten: Der Vorschlag der Familienministerin könnte vielen Eltern gefallen. Allerdings brauchen sie mehr als nur finanzielle Hilfe. ZEIT

“Wir haben ein Zeichen gesetzt” Auch sie nimmt Mittwochnachmittag frei: Ministerin Manuela Schwesig spricht über ihren Spagat zwischen Amt und Familie, den Umbau der Arbeitswelt und Forderungen der SPD. ZEIT

Artikel von

2 Töchter, 1 Sohn, verheiratet, Online-Redakteurin, Coach

Ein Kommentar

  1. anja^ at | | Rückmeldung abgeben

    Das ist schon mal richtig, ich bedanke mich für die Tipps und Info.

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