Der Start in die dritte Fastenwoche ein echter “Härtetest”: zwei Festmenüs

Heute ist mein 19. Fastentag!! Noch zwei Tage meiner selbst auferlegten Fasten-Monotonie liegen vor mir – kaum zu glauben! Diese Tage selbst waren alles andere als monoton, sondern eine echte Herausforderung an mich und meinen Durchhaltewillen…

Meine Freundin Ellie, die gemeinsam mit mir fastet, ist für mich ein wichtiger Durchhalte-Faktor. Wir beide haben volles Programm im alltäglichen Leben, eine große Familie in Hintergrund, wir arbeiten beide ziemlich viel und sind auch mit unserem “Social Life” ähnlich intensiv eingebunden. Wir telefonieren täglich, machen manchmal eine Riesenspaziergang im Walking-Tempo durch den Wald zum reflektieren und gegenseitigen motivieren.

Inzwischen habe ich sogar bis auf 1,4 kg schon mein Gewichts-Wunschziel erreicht: 4,6 Kilo sind weg! Das schaffe ich mit “einfach gesund und weniger essen” im normalen Alltag nicht, das habe ich schon sehr oft ausprobiert. Es bleibt also bis zum Ziel bei meinem Mayr-Fasten mit dieser schlichten Monotonie:

FASTEN 2015 – MOTHERBOOK®VI

Dabei bin ich absolut fit – das ist für mich abstrakt gesehen wirklich erstaunlich und eine wundervolle Erfahrung, die ich schon bei meinen Fastenexperimenten früher gemacht hatte.

Meine zusätzlichen Herausforderungen der 3. Fastenwoche waren wirklich nicht gerade klein:

  1. Meine Tochter Tertia (wir bennenen unsere Kinder hier der Reihe nach: Primus, Secunda, Tertia, Quartus) lebt seit einiger Zeit in Paris und wir sehen uns dadurch nicht so oft. Sie meldete sich zu ihrem 25. Geburtstag mit Partner und einigen ihrer dortigen neuen Freunde zum Geburtstagsessen mit ihrem indischen Lieblingsgericht an. Zunächst verschlug es mir den Atem… ich wollte schon streiken, doch auf eindrückliches Bitten hin konnte ich mich durchringen es doch zu versuchen. Dieses “Leibgericht” habe ich schon so oft und auch schon für sehr große Runden zubereitet – da sitzt jeder Handgriff… – und 25 Jahre wird man ja auch nur einmal…
  2. Tertia wollte aus ihrer berliner Wohnung, die sie untervermietet hat, alle “Restsachen” bei uns unterstellen. Da haben wir schon im Vorfeld ausgehandelt: noch mehr Umzugskartons wären für uns unzumutbar… neue Sachen nur gegen “eindampfen und aussortieren” des üppigen Bestands, der bei uns geblieben ist als beide Töchter ausgezogen sind. Am Vortag des Geburtstages wurden unsere “Lagerräume” vor den Töchtern intensivst auf Schrumpfpotenzial hin durchgekämmt…

FASTEN 2015 – MOTHERBOOK®IV

… und siehe da, es war plötzlich – nach einer groben Materialschlacht – nur noch knapp die Hälfte des alten Bestands da, inclusive der neu herangeschleppten Kisten!! – Das ist wie “Ballast-Abwerfen” beim Fasten.

Das hatte sich also gelohnt für uns alle!

In der Zwischenzeit bereitete ich das Festmahl für den Geburtstag vor. Wir konnten die Personenzahl wenigsten noch auf 10 begrenzen – ein kleines Zugeständnis angesichts meiner Fastensituation..

Dann ging’s an die Arbeit: ohne auch nur ein einziges Mal zu probieren – sozusagen im “Blindflug” – zauberte ich das Geburtstagsmenü hin. hin und wieder holte ich eine meiner Töchte aus dem Keller zum Abschmecken, aber es ging erstaunlcih gut – jahrelange Erfahrung hat auch seinen Wert!!!

FASTEN 2015 – MOTHERBOOK®

Der Duft der frisch zerkleinerten Kräuter war für mich dabei die größte Anfechtung – aber ich hielt durch und erstzaunlicherweise hatte ich noch nicht einmal Hunger. Mein Kopf hat das so “sortiert”, dass sich eben auch hier keine Ansprüche auf eine Portion anmeldeten. Das Kochen ging ohne “Quälerei” für mich, erstaunlich!

FASTEN 2015 – MOTHERBOOK®V

 

3. Die nächste Herausforderung folgte für mich noch am selben Abend: Wir waren zu einem sehr vornehmen gesetzten Abendessen eingeladen. Normalerweise ist so etwas einfach nur ein Highlight, aber während der Fastenzeit und nach solch einem Tag dann doch eine kleine Aufgabe der besonderen Art… die Gastgeber hatte ich schon bei der Einladung mit meinem Fastenvorhaben vorgewarnt und angekündigt, dass ich nicht deshalb nichts essen würde, weil ihre Delikatessen verschmähen würde.

Eine festlich gedeckte Tafel, eine erlesene Gästeschar und ein vorzügliches Menü mit verschiedenen Gängen, die sich gegenseitig einfach nur an Gourmet-Qualität übertrafen… – und ich habe mir für jeden Gang einen Teller salzlose Gemüsebrühe und eine Tasse Tee mitgebracht. Die einzige Mini-Ausnahme, die ich gemacht habe. war ein Micro-Schlückchen Wein zum gemeinsamen Anstoßen auf das Wohl der wunderbaren Gastgeber. Auch hier habe ich die angenehme Erfahrung machen können, dass man viel Spaß an einem Abend mit interessanten Personen und Gesprächen haben kann ohne zu essen und den köstlichen Wein auslassend.

4. Der nächste Tag war der Geburtstag meiner Tochter. Wenn ich mein Kind so selten sehe, möchte ich es jedenfalls etwas verwöhnen – das ist bei der Mutter einer Großfamilie einfach abgespeichert…

FASTEN 2015 – MOTHERBOOK®III

Schließlich ist der 25. Geburtstag auch ein bisschen etwas Besonderes, auch für uns Eltern! Einige der Rituale aus der Kinderzeit haben sich auch so unauslöschlich festgesetzt, dass sie auch die erwachsenen Kinder nicht missen wollen – da sind sie doch plötzlich so halb wieder Kind: so wie das Kerzen-Auspusten mit dem anschließenden geheimen Wunsch, der im neuen Lebensjahr ganz sicher in Erfüllung gehen wird.

FASTEN 2015 – MOTHERBOOK® II

Wir deckten eine schöne (ccole) Geburtstagstafel und freuten uns auf die Gäste.

Fasten 2015 – MOTHERBOOK®

Ein munteres Geschnatter und ein hochgelobtes Essen rundete diesen schönen Nachmittag ab. Meine Fastenbrühe löste bei der Tafelrunde zwar Mitleid aus, aber ich war wirklich nicht zu bemitleiden, denn auch ich hatte meinen Spaß und keinerlei Grund mich zu beschweren – eine so witzige, gut gelaunte runde Runde junger Franzosen ist sehr erfrischend und für mich ist es besonders interessant, die engeren Freunde meiner Tochter aus ihrer neuen Umgebung so unkompliziert präsentiert zu bekommen.

FASTEN 2015 – MOTHERBOOK® I

Mein Fazit, fastentechnisch:

Es gibt keine drei Wochen im Jahr, in denen nicht Feste oder besondere Anlässe zum feiern liegen.

Fasten geht auch mit was auch immer für Rahmenbedingungen: wenn man es sich wirklich fest vornimmt, geht es auch!!

Es ist letztlich ein Vergnügen die kleine Reihe an Triumphen über seine “Gelüste” als Probe zu bestehen, um anschließend wieder ein richtiger Genießer zu sein.

Nach dem Fasten ist jeder kleine Happen ein Fest und die so angewöhnten “Wohlstandssüchte” werden irrelevant!

Ballast abwerfen verschafft eine ungeahnte “Leichtigkeit”…

 

Ich war in den letzten Wochen nicht die einzige unter den Bloggern, die sich ein Fasten-Programm ausgesucht und durchgezogen hat:

Die Betriebsfamilie berichtet über ihr Saftfasten als Drama in 5 Akten und auch bei Me Super Mom werden die gefühlt-überschüssigen Kilos verabschiedet

Wer hat noch Erfahrung mit dem Fasten?

Artikel von

4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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